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Zinsentwicklung in Österreich

  • Nach Zinshoch sinken die Zinsen seit September 2024 wieder
  • Fixer oder variabler Zinssatz beim Hypothekenkredit – wir zeigen, worauf es ankommt
  • Zinssenkungen positiv für Kreditnehmer:innen, Sparen hingegen wird wieder weniger attraktiv
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Aktuelle Prognose

Wie entwickeln sich die Zinsen 2025?

Nachdem die Zinsen seit 2022 rasant angestiegen sind, wurde der Leitzins seitens der EZB nach einem Zinshoch im Juni 2024 im September erstmals gesenkt. Weitere Zinssenkungen folgten und auch für das Jahr 2025 wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank weitere Senkungen vornehmen wird. 

Der Anstieg der Kreditzinsen hat sich bei vielen Kreditnehmer:innen mit variabler Verzinsung im Haushaltsbudget deutlich bemerkbar gemacht. Vor allem in der Immobilienfinanzierung sorgt die KIM-Verordnung aktuell noch für weitere Herausforderungen, wenn es um die Leistbarkeit geht. Die KIM-Verordnung läuft mit Juni 2025 aus, allerdings sollen die Vergaberichtlinien voraussichtlich beibehalten und nicht gelockert werden. 

Gut zu wissen: Der von der EZB vorgegebene Leitzinssatz besteht aus 3 unterschiedlichen Zinssätzen: dem Einlagezinssatz, dem Hauptrefinanzierungssatz und dem Spitzenrefinanzierungssatz. Die Grafik bildet die Entwicklung des Hauptrefinanzierungssatzes ab.

Warum sind die Zinsen gestiegen?

Der Anstieg bei den Kreditzinsen seitens der Geschäftsbanken lässt sich vor allem auf die folgenden Entwicklungen zurückzuführen:

  • Der Krieg in der Ukraine (und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen & Versorgungsunsicherheiten)

  • Die Nachwirkungen der Corona Pandemie

  • Die hohe Inflation (und die dadurch rasant gestiegenen Lebenskosten)

Vor allem die hohe Inflation beeinflusst nicht nur die Kreditzinsen, sondern auch die Kreditvergabe. Auf Grund der höheren Lebenserhaltungskosten haben viele Haushalte höhere Ausgaben und das monatlich frei verfügbare Einkommen schrumpft – erfahren Sie mehr dazu in der durchblicker Einkommensstudie zur Teuerungswelle. Geringeres Einkommen und höhere Ausgaben können sich wiederum nachteilig auf die Bonitäts-Einstufung auswirken und zusätzlich zu höheren Kreditzinsen beitragen.

Wie hoch sind aktuelle variable &  fixe Zinssätze bei Immobilien­krediten?

Die Zinssätze für Wohnkredite liegen aktuell zwischen 3,500% p.a. (variable Zinsen) und 3,250% p.a. (fixe Zinsen für 25 Jahre). 

In den letzten Monaten konnte ein seltenes Phänomen beobachtet werden: Die Finanzierung mit Fixzinskonditionen war günstiger als mit variablen Konditionen. Man spricht in diesem Fall von einer inversiven Zinskurve.

Warum ist diese Entwicklung eher selten? In der Regel sind die variablen Kreditzinsen günstiger, da Kreditnehmer:innen hier das Risiko von steigenden und sinkenden Zinsen in Kauf nehmen. Fixe Zinsen hingegen sind für gewöhnlich teurer als variable Zinsen, da der Zinssatz für eine vereinbarte Laufzeit garantiert wird und Kreditnehmer:innen so von einer Zinsabsicherung profitieren. Aktuell ist es aber noch günstiger, einen fixen Kreditzinssatz statt einen variablen Zinssatz zu wählen. 

Sie haben einen Kredit mit variabler Verzinsung und möchten zu einer fixen Verzinsung wechseln? Der durchblicker Umschuldungs-Rechner hilft Ihnen, Ihre neue Kreditrate zu berechnen.

Zinserhöhung

Was bedeuten steigende Zinsen?

Steigende Zinsen können sowohl positiv als auch negativ sein – je nachdem, wie man vom Zinsanstieg betroffen ist. Sparer:innen können sich über steigende Zinsen freuen, denn das bedeutet, dass diese – theoretisch – mehr für Ihre Geldanlage bekommen. Auch wenn die Sparzinsen in den letzten Jahren einen Anstieg verzeichnen konnten, haben Sparer:innen nur wenig vom Zinsanstieg profitiert, denn dieser kompensierte die extrem hohe Inflation nicht.

Im Gegensatz zu der grundsätzlich positiven Entwicklung für Sparer:innen bedeutet ein Zinsanstieg bei Kreditnehmer:innen höhere Kreditkosten. Sowohl bei fixen als auch variablen Zinsen gab es in den letzten drei Jahren deutliche Erhöhungen – die Kreditfinanzierung ist somit deutlich teurer geworden. Insbesondere sorgten die gestiegene Swap-Sätze dafür, dass die Hypothekenzinsen mit fixer Zinsbindung deutlich angestiegen sind. Der Swap-Zinssatz bestimmt, zu welchem Preis Banken den Fixzinssatz am Markt einkaufen können.

Seit September 2024 sinken die Zinsen für die Baufinanzierung und Hypothekenkredite allmählich wieder. Auch für 2025 wird erwartet, dass die Zinsen weiter sinken. Prognosen zu Folge könnte die EZB den Leitzins im Verlauf des Jahres auf unter 2% senken. Die tatsächliche Entwicklung wird schlussendlich von vielen Faktoren wie Inflation, politischen Entwicklungen und Wirtschaftswachstum beeinflusst. 

Häuselbauer & Eigenheim-Interessenten in Österreich könnten in diesem Jahr von einigen Entwicklungen profitieren – auch wenn die Immobilienpreise weiterhin hoch bleiben dürften:

  • Sinkende Kreditzinsen, was die Aufnahme eines neuen Kredits zu fixen und variablen Konditionen im Vergleich zu den Vorjahren wieder attraktiver macht

  • Die KIM-Verordnung läuft im Juni 2025 aus, die verschärften Kreditvergabekriterien sollen aber beibehalten und nicht gelockert werden

Wie der Kauf oder der Bau des Eigenheims finanziert wird, sollte gut durchdacht sein. Beim durchblicker Kreditvergleich werden Sie von Ihrem durchblicker Finanzierungsexperten transparent und zuverlässig beraten, um die für Sie optimale Finanzierung zu finden. So können wir Sie auch in Zeiten von höheren Bauzinsen und Hypothekenzinsen unterstützen, die richtige Entscheidung zu treffen und Ihren Wohn(t)raum zu Ihren persönlichen Top-Konditionen zu finanzieren.

50.000 €

1.500.000 €

5 Jahre

35 Jahre

  • Monatliche Rate
    518 €
  • zB. Fixzins für 25 Jahre
    3,65% p.a.
Repräsentatives Berechnungsbeispiel mit einem Kreditbetrag von 100.000 und einer Laufzeit von 25 Jahren:
Die monatliche Rate beträgt 525, bei einem Sollzinssatz von 3,775% p.a. Fixzins für 25 Jahre. Der tatsächliche Auszahlungsbetrag entspricht 95.395, die Gesamtkosten betragen 6.454 (inkl. Grundbucheintragsgebühr, Bearbeitungsgebühr, Provision, Zinsen, Kontoführungskosten und sonstige Kosten), der effektive Jahreszins 4,394% p.a., der zu zahlende Gesamtbetrag 157.355. Der Kreditvertrag wird mit einem Pfandrecht besichert. Stand: April 2025

Hypotheken­zinsen: variable oder fixe Verzinsung?

Eine wichtige Frage, die sich beim Kredit immer stellt: soll es sich um einen Fixzinskredit handeln oder soll es eine variable Verzinsung sein? Am Beginn des Zinstiefs ab dem Jahr 2014 sind sowohl die variablen als auch fixen Zinsen bei der Kreditvergabe auf historisch niedrige Werte gesunken. Bei sinkenden Zinsen sind vor allem Kredite mit variabler Verzinsung besonders attraktiv: sinken die Zinsen über die Laufzeit weiter, dann profitieren Sie als Kreditnehmer:in von den sinkenden Zinskosten für Ihren Kredit.

Nach knapp 8 Jahren historisch niedriger Zinslage steigen die Zinsen im Jahr 2022 erstmals wieder. Es folgten weitere Zinserhöhungen, bis die EZB im September 2024 den Leitzins erstmals wieder senkte. Sukzessive Zinssenkungen folgten und werden auch für das Jahr 2025 erwartet. Während man vor einigen Jahren noch mit extra Kosten für die Zinsabsicherung in Form von Fixzinskrediten zahlen musste, sind die fixen Zinskonditionen zur Zeit günstiger als die variablen Zinsen, wobei die variablen Zinsen keine Absicherung gegen weitere Zinsanstiege bieten.

Fixe Zinsen
Variable Zinsen
Bessere Planbarkeit
Orientieren sich an der aktuellen Zinsentwicklung
Mehr Sicherheit
Mehr Risiko als fixe Verzinsung
Weniger volatil
Bei sinkenden Zinsen besonders vorteilhaft

Eine fixe Verzinsung bietet bessere Planbarkeit und mehr Sicherheit was die Kreditkosten betrifft. Banken stellen meist unterschiedliche Verzinsungsmodelle zur Verfügung, zum Beispiel Kredite mit 10 Jahren Fixzins, 15 Jahren Fixzins, 20 Jahren Fixzins, etc.

Je nach Fixzinsphase werden unterschiedliche Zinskonditionen geboten. Je länger die Fixzinsphase sein soll, umso höher fällt in der Regel auch der Fixzinssatz aus. Derzeit findet am Markt aber eine rekursive Zinsentwicklung statt: variable Zinsen sind teurer als fixe Zinsen, längere Fixzinsphasen sind wiederum günstiger als kurze Fixzinsphasen.

durchblicker - Tipp

Eine variable Verzinsung kann günstiger sein als eine fixe Verzinsung, sie ist aber auch mit mehr Risiko verbunden. Steigt der Referenzzinssatz, dann steigen auch die variablen Zinsen – und dadurch auch die monatliche Kreditrate. Genau diese Zinsentwicklung beherrscht derzeit die Zinsen am Kreditmarkt und eine variable Verzinsung ist momentan weitaus teurer als ein Kredit mit fixen Zinsen. 

➤ Wollen Sie Planbarkeit was ihre Zinskosten betrifft? Dann ist ein Fixzinssatz empfehlenswerter.

➤ Sie nehmen Risiko in Kauf und könnten auch einen Anstieg bei der monatlichen Kreditrate mit ihrem Haushaltsbudget vereinbaren? Dann kann die variable Verzinsung die richtige Entscheidung sein.  

➤ Sie sind sich unsicher, welche Kreditverzinsung in der aktuellen Situation die richtige Entscheidung für Sie ist? Dann nutzen Sie die kostenlose durchblicker Experten-Beratung.

Zur Kreditberatung

EZB, Leitzinssatz & Banken

Wer bestimmt die Zinsentwicklung bei Kredit & Sparbuch?

Grundsätzlich bestimmt jede Bank selbstständig, welche Zinssätze diese für Kredite, Tagesgeld oder Festgeld ihren Kund:innen anbieten möchte. Banken können von der EZB (Europäischen Zentralbank) Geld ausborgen oder Geld anlegen. Zu welchem Zinssatz das möglich ist, wird mit dem Leitzinssatz bestimmt.

Da die EZB den Leitzinssatz vorgibt, bestimmt diese indirekt auch den Zinssatz für Kredite & Sparprodukte mit, den Geschäftsbanken ihren Kund:innen schlussendlich anbieten können. Wenn Banken günstig Geld von der EZB ausborgen können (weil der Leitzinssatz niedrig ist), dann können Banken Geld in Form von Krediten auch günstiger an Kreditnehmer:innen weiter geben.  

Seit der Finanzkrise 2008/09 hat die EZB die Zinsen schrittweise immer weiter gesenkt, bis diese schlussendlich im Jahr 2014 in den negativen Bereich gerutscht sind. In dieser Zeit wurde auch der Begriff der „Negativzinsen“ populär. Negativzinsen bedeuten in diesem Zusammenhang, dass Geschäftsbanken für das „Parken“ von Geld bei der EZB bezahlen müssen.

Ziel der Niedrigzinspolitik war es, die Wirtschaft nach der Finanzkrise wieder anzukurbeln und die Inflation möglichst niedrig zu halten. Das hatte wiederum zur Folge, dass Kredite zu besonders günstigen Konditionen vergeben wurden und das Anlegen von Geld in Form von Tages- oder Festgeld wenig bis gar keinen Profit generierte.

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